FESTANSTELLUNG ODER

SELBSTSTÄNDIGKEIT?

Für einen erfolgreichen Berufseinstieg sind unterschiedliche Voraussetzungen notwendig. Zum einen das persönliche Portfolio mit grafischen Arbeiten, in welchem das Abschlussprojekt eine maßgebliche Rolle spielt. Mit dieser Zusammenstellung von Projekten zeigt man klar und deutlich seine Fähigkeiten und Schwerpunkte.

Die eigene Diplomarbeit wird für einige Zeit das massgebliche Projekt sein, welches einen jungen Designer bei potentiellen Arbeitgebern positioniert. Ob man sich Generalist oder Spezialist präsentiert, hängt davon ab wie man seinen Abschluss aufgebaut und umgesetzt hat.

ANGESTELLT SEIN

Die Arbeit in Agenturen und Verlagen eröffnet einem Designer die Möglichkeit, bereits kurze Zeit nach dem Studienabschluss mit grossen Kunden in Berührung zu kommen, an Film- und Fotoshootings teilzunehmen und in Projekten mit einer Vielzahl an Medienkanälen gleichermassen zu arbeiten. Agenturen mit einem breiten Leistungsspektrum haben häufig grosse Unternehmen als Kunden, entsprechend vielseitig ist die Arbeit für die unterschiedlichen Bereiche eines Unternehmens.

FREIBERUFLICHES ARBEITEN

Der Start in die Selbstständigkeit ist für viele Berufsanfänger einerseits mit dem Gefühl von Abenteuer belegt, andererseits mit der Frage, wo kommen die Jobs her und wie verdiene ich mein Geld? Der besondere Vorteil der freiberuflichen Arbeit liegt in der grossen Vielseitigkeit, mit welcher man an Projekten unterschiedlicher Grösse arbeiten kann. Ob man Auftragsarbeiten für Agenturen oder eigene Kunden erstellt, und ob man sich womöglich mit mehreren Themenbereichen parallel beschäftigt, obliegt einem selbst und man ist grösstmöglich flexibel.

Man muss sich jedoch mit Dingen wie Buchhaltung, konzeptioneller Planung und vor allem Akquisition von Neugeschäft selbst auseinandersetzen. Das bedingt nicht zuletzt auch ein gutes Nervenkostüm und etwas Abenteurergeist.

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„Die Anforderungen an junge Gestalter werden immer komplexer. Einerseits Generalist, andererseits Spezialist, schaffen technologische Fortschritte zusätzliche Optionen. Individuelle Talente werden vom Arbeitsmarkt Design gefordert werden, und ein breiteres Spektrum als Betätigungsfeld bieten“ sagt Helmut Böning, Agenturinhaber und Marketing Consultant, über die verschiedenen Richtungen, in welche sich junge Talente entwickeln können.

Durch den Austausch mit Agenturen, Verlagen und Studios versuchen wir unseren Studierenden bereits während der Ausbildung einen Einblick in den späteren Arbeitsalltag zu geben. Unterstützende Kurse zum Thema Medienrecht oder Selbstständigkeit gehören zum Programm und sollen jungen Designern auf den Sprung in die Berufswelt vorbereiten.

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Im Studium sollte man in so viele Bereiche wie möglich rein, um sich später zu spezialisieren. Meine Abschlussarbeit war meine Eintrittskarte in den Beruf.

KAROL GALSKISenior Art Director, Fab
Firmengründer, Preisträger D&AD Award