OFT GESTELLTE FRAGEN

WIR STEHEN REDE UND ANTWORT

Bewerbung und Zulassung

Ein Abitur ist wünschenswert, da auf den Gymnasien die Möglichkeit zur Teilnahme in einem künstlerischen Unterrichtsprofil besteht. Es ist jedoch möglich, auch ohne  Abitur zur Ausbildung zugelassen zu werden. In diesem Falle ist es umso wichtiger, eine gut gestaltete Bewerbungsmappe vorzuweisen. Wenn die künstlerische Begabung und die kreativen Voraussetzungen im persönlichen Gespräch ausreichend bewiesen werden, ist der Realschulabschluss zur Zulassung ausreichend.
Die Menge der Arbeiten sollte bei rund 20 selbstgemachten Projekten liegen. Das können Zeichnungen, Fotos, Collagen, Malereien, digitale Projekte und Arbeiten aus dem Kunstunterricht sein. Alles zusammen soll einen Eindruck vermitteln, was du kannst, was du tust und vor allem was du machen möchtest. Der innere Funke muss sichtbar gemacht werden, was treibt dich an?

Die Bewerbung selbst kann eine gut sortierte Zusammenstellung in Form einer Mappe im Format A3 oder A2 sein, in welcher du in einer gut gewählten Reihenfolge deine Sachen zeigst, und kurz etwas zu den Arbeiten erzählst. Über diese einfache Form hinaus ist es überaus willkommen, wenn die Mappe selbst zu gestalteten Projekt wird. Deckblätter, Zwischenseiten und erklärende Texte können ebenso gestaltet werden wie der Inhalt.

Jede Mappe hat einen unterschiedlichen Charakter, und wir sind auf der Suche nach kreativer Vielfalt. Je persönlicher deine Bewerbungsmappe ist, desto wertvoller.

Das Zeichnen ist nicht die einzig wichtige Disziplin, um ein Designsstudium zu beginnen, es ist jedoch das erste Mittel der Wahl, wenn es darum geht, kurz und knapp auf einem Stück Papier seine Ideen festzuhalten. Skizzen und Renderings gehören zum Grundhandwerkszeug jedes Gestalters, egal ob im Bereich Buch- oder Interactive Design. Es geht nicht darum, perfekte Illustrationen zu produzieren. Wichtig ist, die Grundzüge von Perspektive und Konstruktion zu verstehen, denn diese begegnen einem bei einer Magazinillustration genauso wieder wie im 3D-Modelling für einen Film.
Wenn dein Schwerpunkt nicht das Zeichnen ist, so möchten wir dich trotzdem dazu ermutigen, dich weiterhin mit Stift und Papier auseinanderzusetzen. Hierzu erhält jeder Student von uns ein Notizbuch, in welchem er die Inhalte seines Grundstudiums festhält.
Nicht alle Schulen bieten ein spezielles Profil für Kunstinteressierte, somit ist der Besuch nicht zwingend erforderlich. Solltest du keine Chance haben, ein solches Profil zu wählen, kannst du in deiner Bewerbungsmappe entsprechend deine freien Arbeiten zeigen, die du ausserhalb der Schule gemacht hast.
Das Mindestalter zur Zulassung an die Design Factory beträgt 17 Jahre, somit ist es also möglich, vor deiner Volljährigkeit eine Ausbildung zu beginnen. Da sich die meisten Studierenden in einem Alter von ca. 20 Jahren bei uns einschreiben, musst du dir lediglich darüber im klaren sein, dass du von älteren Mitschülern umgeben sein wirst. Wenn aber deine Arbeiten beweisen, dass du das Zeug zum Gestalter hast, ist das Alter nicht ausschlaggebend.
In den letzten Semestern haben zahlreiche Studierende direkt nach der 10. Klasse der Realschule begonnen, und sie alle sind in ihrer Ausbildung erfolgreich gewesen.

Wir bieten jedem Bewerber die Chance, sich die Schule und den Unterricht einen Tag lang intensiv anzuschauen. Es finden jeden Tag verschiedene Kurse aus Grund- und Hauptstudium statt und je nachdem, an welchem Tag du uns besuchen möchtest, kannst du zwischen diesen Kursen wechseln.
Wir empfehlen auf jeden Fall, etwas mehr Zeit einzuplanen, denn es gibt viel zu sehen, jede Menge Fragen zu stellen, und wir sehen uns bei dieser Gelegenheit immer gern den aktuellen Stand deiner Arbeiten an und geben dir professionelles Feedback.
Lass dir von unserem Büro den aktuellen Stundenplan geben und besuch uns. Deine Eltern sind ebenso herzlich willkommen, dabei zu sein und Fragen zu stellen.

Ausbildung und Kursinhalte

Das klassische Grafikdesign vermittelt eine Vielzahl von gestalterischen Grundlagen zur handwerklichen Umsetzung. Der Hauptunterschied zwischen Grafik- und Kommunikationsdesign ist jedoch, dass es im letzteren nicht ausschliesslich die visuelle Umsetzung geht, sondern im Vorfeld um die Konzeption und die strategische Absicht eines Projektes.
Es geht nicht nur darum, eine Website zu gestalten, sondern auch um die Frage, ob eine Website überhaupt das richtige Mittel für die Zielgruppe, das Produkt oder die Marke ist. Die konzeptionelle Heransgehensweise an die Kommunikationsstrategie ist genauso lang und intensiv wie die gestalterische Umsetzung und macht einen modernen Kommunikationsdesigner aus.
Die Ausbildung zum Mediengestalter besteht aus dem Zusammenspiel von Schule und Ausbildungsbetrieb. In der Schule werden weitgreifendes Software-Können gelehrt, in Berufsumfeld werden dann mit diesem Wissen reale Projekte umgesetzt. Der Vorteil dieser Ausbildung ist die Fähigkeit, sehr sauber und strukturiert an technisch komplexe Aufgaben heranzugehen.

Im Gegensatz zu einem Design-Studium werden jedoch kaum kreative Techniken und Heransgehensweisen gelehrt, es geht weniger um die Neuschaffung als vielmehr um die Umsetzung. Im Design-Studium geht es darum, für eine Vielzahl von Disziplinen gestalten zu lernen, und eine individuelle kreative Entwicklung zu fördern. Die Software ist zwar auch hier ein wichtiger Teil der Ausbildung, jedoch nicht ausschliesslich.

Bereits im ersten Ausbildungsjahr steht dir die Gasthörerschaft in allen Kursen des Hauptstudiums offen. Auf diese Weise kannst du frühzeitig einen Einblick bekommen, was dich in höheren Semestern erwartet. Zudem führen wir zu Beginn jedes neuen Semesters eine Vollversammlung mit der Vorstellung aller Kurse durch. Hier bekommst du von den einzelnen Dozenten erklärt, was sie im kommenden Semester vorhaben.
Wie auch an staatlichen Universitäten erhältst du für jeden erfolgreich absolvierten Kurs sogenannte Studien-Credits. Du musst im Studienablauf jedes Semester eine gewisse Menge erreichen, um das Semester zu bestehen. Da die Kurse je nach Aufwand unterschiedliche Credits erhalten, kannst du dir die Menge selbst zusammenstellen. Entweder du nimmst wenige “grosse” Kurse, oder eher viele kleinere.
Du kannst soviele Seminare und Workshops belegen, wie du möchtest, unsere Empfehlung geht jedoch dahin, nur eine für dich schaffbare Menge auf dich zu nehmen. Es hat wenig Sinn, viele Kurse in einem Semester mit nur mittelmässigen Ergebnissen zu schaffen Besser ist es zu versuchen, das Beste aus deinen Projekten herauszuholen und ein optimales Ergebnis abzuliefern.
Wenn du bereits einen Windows-basierten PC zuhause hast, brauchst du nicht explizit einen Apple-Rechner. In der Designbranche trifft man häufig auf Büros, die komplett mit Macs ausgestattet sind, es geht aber auch mit anderen Computern. Die Programme, mit denen du arbeitest sind wichtiger als die Maschinen, auf denen sie laufen. Photoshop, Illustrator und Co. sind auf allen Systemen zuhause, entsprechend ist ein Mac kein Muss.

Wenn du allerdings einen Wunsch frei hast, können wir versuchen, dir über unseren Händler einen kleinen Rabatt zu ermöglichen.
Und letztendlich sind es einfach die hübscheren Geräte. :)

Wir stellen sämtliche Programme, die für den Unterricht relevant sind, zur Verfügung. Somit musst du keine Software zusätzlich kaufen, um bei uns arbeiten zu können. Solltest du über unsere Ausstattung hinaus Programme benutzen wollen, bieten Firmen wie Apple, Adobe oder Maxon spezielle Studentenrabatte an, mit denen du ganze Software-Pakete zu einem sehr günstigen Preis bekommen kannst.

Finanzierung und Förderung

Für unser Auslandssemester in China vergeben wir interne Stipendien und übernehmen die Schulgebühren für die Zeit des Austauschprogrammes. Diese Stipendien sind an die Studienleistung gekoppelt, das heisst, der Student mit den besten Ergebnissen qualifiziert sich durch seinen Notendurchschnitt.
Studentische Nebenjobs sind parallel zur Ausbildung immer möglich. Wenn du die Möglichkeit hast, zwischen einem Job in der Gastronomie oder einer Tätigkeit im Bereich Medien zu wählen, geht unsere Empfehlung immer zum letzteren. Auf diese Weise verdienst du nicht nur etwas dazu, sondern sammelst auch noch wertvolle Erfahrungen.

Im Hauptstudium kannst du dir deine Zeit aufgrund der freien Kurswahl entsprechend so einteilen, dass du an bestimmenten Tagen in der Woche die Möglichkeit hast, nebenher zu arbeiten. Das tun mehr als die Hälfte aller unserer Studierenden. Wir bekommen jede Woche eine Menge Anfragen von Firmen und Agenturen, und unser schwarzes Brett ist immer voll mit Job-Angeboten. In speziellen Fällen vermitteln wir auch gerne, das heisst, wenn du besonders gut zeichnest, versuchen wir, dir einen Nebenjob mit zeichnerischen Aufgaben zu vermitteln.

Mit deinem Studentenausweis erhältst im öffentlichen Nahverkehr besonders günstige Tickets, die Eintrittspreise für Museen, Ausstellungen oder Konzerte kannst du auch entsprechend verbilligt erhalten. Den Ausweis bekommst du bei uns im Büro.

Berufspraxis

Um den Alltag im Verlag oder in einer Werbeagentur richtig einschätzen zu können, ist die Möglichkeit des Praktikums unerlässlich. Manche Agenturen akzeptieren ausschliesslich Bewerber mit Praktiumserfahrung, da sie sichergehen wollen, dass die Bewerber in der Lage sind mit dem manchmal sehr hektischen Tagesbetrieb umzugehen. Um diese Voraussetzung zu schaffen, sind Praktika mit einer Länge von drei bis sechs Monaten zu empfehlen.
Ein Schulpraktikum mit einer Länge von rund drei Wochen ist ein guter Einstieg wenn es darum geht, einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob eine Berufsrichtung in Frage kommt oder nicht. Ob in einem kleinen Betrieb oder in einer grossen Medienfirma, die Arbeitsprozesse ähneln sich häufig und du bekommst einen guten Eindruck.
Wenn man sich im täglichen Leben umschaut, so gibt es keinen einzigen Bereich, in welchem Design nicht eine Rolle spielt. Von Verpackungsdesign bis Informationsgrafik, von Plakatwerbung bis Handydisplay, überall begegnet uns die Arbeit des Kommunikationsdesigners. In kaum einer anderen Sparte entstehen so viele neue Berufsbilder wie in Medien und Kommunikation. Der rasante technologische Fortschritt eröffnet Betätigungsfelder, die vor wenigen Jahren noch vollkomen unbekannt waren.

Wo auf der einen Seite vom Abwärtstrend der klassischen Magazinverlage gesprochen wird, werden auf der andern Seite Online- und Tablet-Magazine entwickelt. Die Zukunft des Designs liegt in seiner Vielseitigkeit und Flexibilität. Somit ist die Arbeit des Designers eine gesellschaftliche Aufgabe mit Verantwortung für die Zukunft.

Als frisch gestarteter Junior Art Director verdient man natürlich noch ein überschaubares Anfangsgehalt, man kann sich jedoch innerhalb von zwei bis drei Jahren innerhalb einer Firmenstruktur hocharbeiten. Die allgemein vorherrschende Meinung, in Werbung und Design liesse sich kein Geld verdienen, ist ein Vorurteil, welchem viele Agenturen und Verbände versuchen entgegenzutreten. Gute Beispiele hierfür sind die AGD (Allianz Deutscher Designer) und der BDG (Bund Deutscher Grafikdesigner). Auf beiden Plattformen erhält man Unterstützung und Information, wenn es darum geht, die eigene Arbeit finanziell bewerten zu lassen.

Informationen über branchenübliche Tarife im Design findest du unter http://www.agd.de und http://www.bdg-designer.de

Ob man in einem Unternehmen fest angestellt arbeiten möchte oder sich lieber als freiberuflicher Designer von unterschiedlichen Firmen beautrage lässt, ist grösstenteils eine Typfrage. Die Festanstellung bietet einerseits die Sicherheit eines festen Gehaltes und eines geregelten Urlaubsanspruches. Andererseits ist man in die betriebsinternen Hierarchie eingebunden und muss manchmal “von oben” verordnete Überstunden machen.

Als Freiberufler ist man flexibel in der Auswahl seiner Projekte und kann sich gemäss der persönlichen Vorlieben in unterschiedliche Richtungen umsehen. Die Arbeit ist aufgrund der vielen verschiedenen Kunden äusserst abwechlslungsreich, die Schwierigkeit ist jedoch, dass man komplett eigenveranwortlich für Akquisition und Projektplanung ist.
Beide Arten der Beschäftigung haben ihre klaren Vorteile, und man muss sich selbst fragen, was einem selbst wichtiger ist, die Sicherheit oder die Vielfältigkeit.

Diese Bezeichnung wird dir in Verlagen, Agenturen und selbst im Film immer wieder begegnen. Das Aufgabengebiet des ADs reicht von Ideenfindung bis zur Entwicklung eines Lösungskonzeptes, von der Kommunikationsstrategie bis hin zur visuellen Umsetzung. Die Funktion des Art Director ist vergleichbar mit der eines Dirigenten. Es geht in dieser Position darum, im Team mit anderen dafür zu sorgen, dass Grafik, Text, Illustration, Fotografie und sogar die technische Umsetzung als ein ganzes Projekt erfolgreich zusammenfinden. Man sollte also einen Überblick über sämtliche notwendigen Bestandteile haben und in der Lage sein, einen komplexen Designprozess als Ganzes zu überblicken.
Die Diskussion in der Branche, inwieweit die beiden Disziplinen voneinander zu trennen sind, kann nicht mit einer klaren Aussage beantwortet werden. Am Ende arbeiten Designer und Werber mit den gleichen Mitteln, mit Bild und Text im Rahmen einer zielgerichteten Aussage. Um jedoch etwas Klarheit zu schaffen, kann man die Prozesse betrachten, mit denen jede Berufsgruppe konfrontiert ist.

In der Werbung geht es häufig um Werbekampagnen, Produktbotschaften oder einem kurzfristigen Kommunikationsziel. Die Zyklen solcher Kampagnen dauern meist nur wenige Wochen und müssen in dieser Zeit viel leisten, z. B. die Einführung eines neues Services, ein saisonales Angebot, oder ein Event bewerben.

Im Bereich Corporate und Brand Design sind die Zeiträume sehr viel länger gefasst. Hier geht es oft darum, die Marke hinter den Produkten langfristig zu führen und dauerhaft in der Wahrnehmung der Konsumenten zu halten.
Ein gutes Beispiel sind Turnschuhe. Die Marke Adidas kann immer auf die Grundform der drei Streifen zurückgeführt werden, und hat somit im Bewusstsein der Menschen einen festen Platz.
Die vielen einzelnen Modelle, die jedes Jahr produziert werden, sind jedoch eine Aufgabe für die Werbung. Die drei Streifen bleiben, die Modellfarben wechseln.

Beide Disziplinen kommunizieren mit gestalterischen Mitteln, in einer Ausbildung zeigt sich meist frühzeitig, in welchem Bereich man persönlich besser aufgehoben ist.