DIREKT KONTAKT
INSIDE DFI #15

INSIDE DFI #15

INSIDE DFI // ONCE ASKED QUESTIONS // INTERVIEW MIT JAN BEYER // 4. SEMESTER 

„Ich bin Jan Beyer, nicht der Dozent, sondern der Quereinsteiger im 4.ten Semester an der DFI.“

Der Wahlhamburger hat sich, während eines Praktikum bei Paul Ripke, in unsere schöne Stadt verliebt und seine Heimat München verlassen, um in der Kreativbranche komplett durchzustarten!

Heute im Interview erzählt er uns, was er so treibt und wie es ihn an die DFI verschlagen hat.

Du beschreibst dich selbst als neugierig und unzufrieden. Was meinst du damit?

Neugierig und unzufrieden bedeutet für mich, dass ich einfach immer das nächste Ding suche und nie mit einer Sache zufrieden bin. Ich will alles wissen und will immer alles können. Ich bin auch ganz schlecht darin, Sachen abzugeben, weil ich immer alles selbst machen will. Wenn ich dann irgendwas geschafft habe, suche ich direkt nach dem Nächsten, bei dem ich mich dann auch noch toppen kann.

Du bist Quereinsteiger hier an der DFI. Was waren deine Beweggründe zu wechseln und bist du zufrieden mit deiner Entscheidung?

Ja, klar. Meine Beweggründe zu wechseln waren einfach, da es an meiner alten Uni doch sehr, sehr altbacken zuging. Dazu sehr unflexibel und teils auch ziemlich kreativlos.
Es war halt mehr so eine 0815-Abfertigung und Hauptsache die Geschäftsführung fährt eine S-Klasse.
Ganz anders als hier an der DFI. Hier habe ich ein sehr angenehmes Maß an Freiheit und eine Menge Input.
Man merkt auch einfach, dass die Leute hier wirklich Bock haben, was zu schaffen. Es bekommt eben nicht jeder auf der nächsten Ausbildungsmesse einen Ausbildungsvertrag in die Hand gedrückt und sitzt hier dann seine Zeit ab.

Du bist jetzt im 4. Semester, also in der freien Kurswahl. Welcher Kurs macht dir am meisten Spaß und warum?

Kampagne glaub ich. Moment, was hab ich denn alles?
Lass mich kurz überlegen was ich von Montag bis Freitag hier eigentlich alles mache *lach*.
Ähm, ja Kampagne finde ich ganz gut, weil man da viel analytisch Denken kann und dazu irgendwie „Out-of-the-box“-Denken muss. Natürlich muss man das auch irgendwann umsetzten, aber am Anfang kann man halt noch viel spinnen, rumblödeln und herumkonzeptionieren. Das ist voll mein Ding.
Ich liebe es einfach, Marken und Menschen zu analysieren, das finde ich extrem interessant.

Neben dem Studium bist du ja bereits selbstständig und hast schon für große Kunden gearbeitet. Wie kam es dazu? Und auf welchen Kunden bist du besonders stolz?

Ach, ich bin da ehrlich gesagt irgendwie auch ein bisschen reingestolpert. Ich hab früh in einer Agentur als Werkstudent arbeiten können, aber habe da nur 10 Euro die Stunde verdient. Bei 20 Stunden die Woche, neben einem Vollzeit-Studium hab ich mir gedacht, da kannst du etwas Besseres haben. Andere haben es auch so gemacht, also warum nicht? Außerdem war der Job in einer Agentur auch nichts für mich zu diesem Zeitpunkt.
Also hab ich mir gedacht „No Risk – No Fun“ und habe mir gesagt, ich kündige und gehe All-In.

Der letzte Anstoß für mich war, denke ich, auch der Podcast „Hotel Matze“ mit Paul Ripke von Matze Hielscher. Ich lag während dieser nervigen Zeit einfach bis 3 Uhr wach, habe mir diesen Podcast angehört und wollte einfach wissen, ob ich es auch kann.

Nachdem ich es dann gewagt hatte, hab ich auch relativ schnell über Instagram die erste Anfrage bekommen. Linda Stark wollte für LiLA (ihr Musikprojekt) jemanden haben, der ihr ein Behind-The-Scenes Video produziert und Social Media Content erstellt. Das habe ich dann natürlich auch gemacht. Linda ist halt auch gut vernetzt in der Musikbranche und so kommst du dann in eine Art Tretmühle.

Wenn du gute Arbeit ablieferst und nett bist, dann kennen dich die Leute irgendwann, beziehungsweise du wirst von „ehemaligen Kunden“ empfohlen. So kommt das Ganze dann ins Rollen.

Auf welchen Kunden ich besonders stolz bin, ist schwierig, aber der größte ist Universal Music. Darauf bin ich schon ziemlich stolz. Auch ziemlich krass war jetzt das Projekt mit dem FC St. Pauli und Sky. Aber es kommt eigentlich nicht auf die großen Namen an. Ich hatte auch schon Low-Budget Projekte mit kleinen Auftraggebern, die echt Spaß gebracht haben.

Kannst du verraten, was du aktuell an Projekten bearbeitest?

Aktuell ist ja gerade das Projekt mit dem FC St. Pauli und Sky Sport. Ich bin ja quasi noch frisch aus New York zurück. Anfang des Monats durfte ich, zusammen mit Sky Sport, eine Branded Content Sendung für Levis drehen. Der FC St. Pauli macht am Ende der Season immer eine Art Klassenreise und dabei wir haben sie diesmal nach New York begleitet. Ich war für den Social Media Content zuständig und habe auch die 2.te Kamera gemacht.
Jetzt sitzen wir halt noch in der Nachbereitung und arbeiten das Material auf. Die Sendung kommt dann, glaub ich, Mitte Juni.

Für danach hab ich vielleicht auch schon etwas mit einem weiteren, großen Kunden, aber das ist noch nichts Spruchreiches, also mal gucken. Allerdings lass ich momentan eh eher alles auf mich zukommen, denn ich darf ja mein Studium bei all dem nicht vernachlässigen.

 ————————————————————————–

Links zu Jan Beyer:

https://jan-beyer.de

https://www.instagram.com/janbeyer/

 ————————————————————————–

Und wo das her kommt, gibts noch viel mehr:

https://www.design-factory.de/news

 

Du willst auch an der Design Factory studieren?

Jetzt hier bewerben: https://www.design-factory.de/bewerben

 

Interview by Lorenz Staffeldt // Fotos by Jan Beyer